Zukunft des Lernens?

In der vergangenen Woche hatte ich drei Mal Gelegenheit, mich zur Zukunft des Lernens  auszutauschen.

Die Bertelsmann Stiftung hatte am 23. und 24. September in Berlin eine kleine, interdisziplinärer Runde mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Unternehmen und Weiterbildungspraxis zu einem Education Innovation Circle zum Thema Digitalisierung in der Weiterbildung eingeladen. Das Ziel war es auszuloten, was Digitalisierung in der Weiterbildung bedeuten kann und welche Chancen und ggf. Risiken damit verbunden sind. Die Experten umfassten Vertreter aus Hochschulen, BMBF, Agentur für Arbeit  und Bitkom bis hin zu Bildungsanbietern und Jochen Robes vom Weiterbildungsblog. Auf Basis internationaler Beispiele zum Einsatz innovativer Lerntechnologien in der Weiterbildung, aber auch der Untersuchungen des MMB zu deren technischen und didaktischen Potenzialen in der Zukunft wurde rege diskutiert. Wir waren uns im Grundsatz einig, dass sich die Lernsysteme immer stärker in Richtung Selbstorganisation und Lernen im Prozess der Arbeit hin bewegen, so dass ein Ermöglichungsrahmen für das Lernen erforderlich ist. Sorgen bereitet dabei die Frage, wie vor allem geringer qualifizierte Lerner hierbei den Anschluss behalten können. Dieser Aspekt bildet eine große Herausforderung, für die es bisher nur begrenzt Antworten gibt.

Am Freitag und Samstag fand dann das CorporateLearningCamp, das maßgeblich von Karlheinz Pape organisiert wurde, in der FH Frankfurt statt.  Am ersten Tag kamen 180 Teilnehmer zu diesem Barcamp. Beeindruckt hat mich der ungezwungene Umgang miteinander auf gleicher Augenhöhe. Jeder konnte seine Sicht als Experte mit seiner eigenen Perspektive einbringen, unabhängig von Funktion, Titel oder Status im übrigen Leben.

Das Grundprinzip dieses Barcamps ist die Selbstorganisation. Die Teilnehmer erstellen die Agenda zu Beginn  gemeinsam, jeder entscheidet wo er sich beteiligt, ob er eher aktiv oder passiv mitmacht. Das gilt auch für die Dokumentation (vgl. dazu http://colearncamp.hessenmetall.de). Ich habe zwei Sessions zu jeweils 45 Minuten mit den „Zehn Geboten“ unseres neuen Buches zur Zukunft des Lernens durchgeführt. Dieses Format, bei dem jeder Anbieter und/oder Nachfrager sein kann, empfand ich als sehr spannend und intensiv. Deshalb denke ich, sollte diese Form des Erfahrungsaustausches auch im betrieblichen Kontext sehr viel stärker genutzt werden.

In diesem Rahmen hatten Jochen Robes und ich dann die Aufgabe, im gerade angelaufenen Management 2.0 MOOC, in den Sie gerne noch einstiegen können (http://mgmt20.de/) unter Moderation von Simon Dückert zum Thema  eLearning 2.0 zu diskutieren. Sie finden das Video dazu unter http://www.youtube.com/watch?v=C6BPNRMEvxY&sns=em.

Insgesamt war das eine sehr inspirierende Woche.

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