Personal Süd 2016 – Vortrag Interkulturelle Kompetenzentwicklung von Migranten im Arbeitsprozess und im Netz

Im Zuge der Flüchtlingswelle gewinnt die Herausforderung der Integration von Mitarbeitern mit einem fremden kulturellen Hintergrund, das wir bereits aus internationalen Unternehmen kennen, zunehmend auch in nationalen Unternehmen an Bedeutung. Es ist zu erwarten, dass die zuständigen Ministerien und Behörden bald massenweise Seminare ausschreiben, in denen die neuen Bürger unsere Werte „vermittelt“ bekommen und sich in unsere Gesellschaft und Arbeitswelt integrieren sollen. Trotz der unzähligen Erfahrungen, beispielsweise nach Wende der in Osteuropa, die zeigen, dass solche „Lernmaßnahmen“ unwirksam und sinnlos sind, glaube ich nicht, dass sich daran etwas ändert. Die entsprechende „Goldgräber-Stimmung“ ist bereits deutlich zu spüren.

Wenn diese Maßnahmen aber nicht nur den Bildungsanbietern, sondern auch der Zielgruppe und den Unternehmen helfen sollen, dann ist ein Paradigmenwechsel erforderlich, so dass eine nachhaltige, interkulturelle Kompetenzentwicklung im Arbeitsprozess ermöglicht wird, die sowohl Migranten als auch deutsche Arbeitnehmer mit einbezieht.

Deshalb stelle ich am Mittwoch, den 11. Mai 2016 um 10.45 Uhr auf der Personal Süd in Stuttgart einen Vorschlag zur Interkulturelle Kompetenzentwicklung von Migranten im Arbeitsprozess und im Netz vor, der auf den Erfahrungen basiert, die John Erpenbeck und ich in einem internationalen Projekt der interkulturellen Kompetenzentwicklung im Netz gewonnen haben.

Dieser Ansatz basiert auf dem Ansatz der Ermöglichungsdidaktik, der Lernpartnern mit aus- und inländischen  Kulturhintergründen einen Ermöglichungsrahmen bietet, in dem Sie gemeinsam Praxisprojekte oder Arbeitsaufgaben bearbeiten,  bei Bedarf selbstgesteuert Wissen und Qualifikation mittel Micro-Learning im Netz aufbauen,  offenen Fragen, die sich aus den Arbeitsprozessen, den Transferaufgaben sowie den  Lernprogrammen ergeben kollaborativ am Arbeitsplatz und im Netz bearbeiten. Dabei wird es Missverständnisse und evtl. schwierige Situationen geben, die die Lernpartner gemeinsam auflösen müssen. Dies ist der erste Schritt zum Aufbau der interkulturellen Kompetenz. Damit werden Fähigkeiten und Wertvorstellungen entwickelt, die es ermöglichen, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen angemessen und effektiv zu agieren.

Ich bin auf die Diskussion mit Ihnen gespannt.

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